Montag, 30. November 2015

Einfach ein Gedicht

Autorin: Jenifer Girke

Die Sammelstelle in Olpe im Sauerland hat sich zu unserer 20. Saison etwas ganz Besonderes ausgedacht: Mit einem poetischen Rückblick auf die letzten Wochen lässt Sammelstellenleiterin Rita Ackva ihr diesjähriges "Weihnachten im Schuhkarton" noch einmal Revue passieren und nimmt uns mit auf eine dichterisch-bezaubernde Reise. 

Liebe Rita Ackva, vielen Dank für diese tollen Einblicke und für euren großartigen Einsatz!


Die Zipfelmützen warten schon auf kleine kalte Kinderohren.


Ein weiteres Mal ist es vollbracht.
So viele haben mitgemacht,
war'n stets zur Stell', war'n blitzeschnell,
war'n nett und froh, das sowieso!
Ein weiteres Mal konnte man seh'n
nur so wird's gut, nur so wird's schön:
wenn viele sich zusammen tun
und fleißige Hände niemals ruh'n.

Das ganze Jahr wird schon genäht,
gestrickt, gehäkelt, was nur geht.
Die anderen sammeln Spenden ein
an Zupackzeug ganz viel und fein.
Ein weiteres Team verteilt die Flyer,
Ulle natürlich auch die Eier.
Kein Flohmarkt ohne Infotisch!
Das funktionierte fantastisch.
Schaufenster wurden dekoriert,
Aufmerksamkeit ist garantiert!


Das ganze Jahr über werden selbstgenähte und -gestrickte Meisterwerke gesammelt.


Dann wurden flugs Kartons beklebt,
Cäcilie lernte, wie das geht.
Am 10. morgens früh um acht
hab ich die Haustür aufgemacht.
Da stand das beste Team der Welt
mit Kuchen, Sekt, so wie's gefällt.
Und sang mir ein Geburtstagslied,
was wirklich klasse auch geriet.
Das war für mich ganz wunderschön.
So hatt' ich sie noch nie geseh'n.

Am Samstag war'n wir nicht daheim.
Da sprang die liebe Claudia ein.
Fuhr zweimal hin zu unserem Haus
und räumte Kartons rein von drauß,
ließ Sandra und die Fenja ein,
die kontrollierten ganz allein.
Geburtstag fällt sonst immer aus,
weil voll Kartons ist unser Haus.
Doch 50 wird man nicht so oft,
sowas kommt ziemlich unverhofft.


Ein echtes "Weihnachten im Schuhkarton"-Team vergisst auch während der
Hochphase der Aktion nicht einen so wichtigen und runden Geburtstag wie den 50. - Prost!

Um Spenden bat ich meine Gäste
und alle taten sie das Beste,
sie steckten mir so manchen Schein
in die WiS-Spendendose rein.
Sehr lieb von Euch, bin ganz gerührt!
So ist der Transport finanziert
für unsere Schuhkartons dies Jahr,
in dem kein Konzert möglich war.

Die nächsten Tage von früh an
bis abends war'n Kontrollen dran.
Voll Tatendrang und voller Freude
arbeiteten die besten Leute.
Räumten Kartons aus und ein
und füllten auf und klebten fein.
Silvia ist gleich ganz geblieben
kontrollierte gar von zehn bis sieben.

Schuhkarton-Profis bei der Arbeit: Öffnen, Durchsehen, Auffüllen, Zukleben, Verpacken. Und immer und immer wieder. DANKE für euren unermüdlichen Einsatz!


Auch in den Untersammelstellen
war'n tätig fleißige Gesellen.
Marita lässt ihr'n Schatz allein,
um nur für Kartons da zu sein.
Die Liesel braucht ein neues Knie,
doch ihre tolle Kompanie
an Helfern schafft's auch gut allein.

Da könn' wir wirklich glücklich sein!
Lucian und Bastian immer schneller
schleppten Kartons in den Keller.
Und abends war der Helmut dann
mit Keller-Karton-Tetris dran.
Auch Müll und große Kartons sind
dank Euch alsbald entsorgt geschwind.
Zu Warenkorb, zum Mutterhaus
und Rebola fährt Steffi raus,
verteilt dort Mützen, Süßigkeiten
und aussortierte Kleinigkeiten.


Entgegen jeden Befürchtungen und allen Vorwarnungen zum Trotz: 1144 Schuhkartons!
Was für ein tolles Team! 


Nun bleibt zum Schluss Euch noch zu sagen,
wieviel Kartons wir wohl haben.
Weniger sind es, leider wahr,
als sonst in den vergangenen Jahr',
Sammelstellen überall
melden ähnlichen Verfall.
Bei vielen war's nur halb so viel.
Wenigstens 1000 war das Ziel.

Drauf war nicht unbedingt zu hoffen,
Doch haben wir's noch übertroffen:
Tausendeinhundertvierundvierzig -
darüber freuen wir uns richtig!
Stellt Euch nur diese große Zahl
an Kindern vor in einem Saal,
und jedes Kind kriegt ein Präsent!
So wird doch alles gut am End.
Ihr tollen Menschen, Dankeschön!
Ohne Euch könnt dies ja gar nicht geh'n!



Rita Ackva



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