Montag, 14. September 2015

Welcome Refugees!

Autorin: Jenifer Girke

Wir haben am 09. September einen Post auf Facebook über die aktuelle Flüchtlingsdebatte veröffentlicht. Ehrlich gesagt, waren wir echt gespannt, wie unsere Fans darauf reagieren, denn bei dem Thema gehen die Meinungen extrem weit auseinander. Aber euer Feedback hat uns total überrascht – im positiven Sinne! Ihr habt den Post nicht nur gelikt und geteilt, sondern auch eure Kommentare waren ein wunderbares Feedback, in denen wir lesen konnten, dass ihr unsere Sichtweise wirklich versteht und uns unterstützt. VIELEN DANK, macht weiter so!


Unsere Facebook-Fans sind super - ob in Deutschland ...









Und unsere Sammelstellen sind natürlich auch super!

Natürlich sind wir auch mit unseren Sammelstellen in ständigem Austausch über die aktuelle Flüchtlingssituation und haben ihnen ebenfalls unseren Standpunkt erläutert. Auch da haben wir großen Zuspruch erfahren und nebenbei einzigartige Geschichten gehört, wie unsere Ehrenamtlichen auf ganz unterschiedliche Weise Flüchtlinge in ihre Tätigkeiten für „Weihnachten im Schuhkarton“ miteinbeziehen. Eine Sammelstelle im Nordwesten des Sauerlandes hat nicht nur ihr 15-jähriges Bestehen vor kurzem gefeiert (auch darüber haben wir auf Facebook berichtet, sondern erzählte uns zudem, dass Flüchtlinge zu ihnen kommen, weil sie „Weihnachten im Schuhkarton“ von ihrem Heimatland kennen, z.B. aus Serbien, Albanien oder dem Kosovo. Einige haben auch schon ein Päckchen erhalten, andere wünschten sich immer eins. Sammelstellen-Leiterin Esther Wiltzer berichtet: „Das einzige, was die Flüchtlinge haben, ist viel Zeit. Deswegen helfen sie uns gerne bei dem Durchsehen und dem Verpacken der Schuhkartons.“ Die Sammelstelle wirbt mit Plakaten für Spenden aller Art: Alles, was in die Schuhkartons darf, wird für „Weihnachten im Schuhkarton“ verwendet und alle andere Spenden gehen an Flüchtlingsheime. So kann die Sammelstelle sichergehen, dass die Päckchen nur mit Dingen gefüllt sind, die den Zollbestimmungen entsprechen und gleichzeitig kann sie vielen Flüchtlingen in ihrem Umkreis mit wichtigen Hilfsgütern ihren Start in Deutschland erleichtern. Ganz nebenbei werden erste gesellschaftliche Kontakte geknüpft; dadurch fühlen sich die Flüchtlinge angenommen und erfahren etwas für sie sehr Wertvolles: Ein Hauch von Normalität nach einer grausamen, oft monatelangen Flucht.

Zwei Jungs in Bulgarien mit ihrem Schuhkarton. Neid gibt es nicht, nur gegenseitige Freude und Freunden!

Unsere österreichische Kollegin Silke spürt tagtäglich die jüngsten Auswirkungen der Flüchtlingskrise. Staus in den grenznahen Gebieten zu Deutschland und Ungarn, überfüllte Bahnhöfe und Notzelte des Roten Kreuzes in vielen österreichischen Städten. Täglich strömen tausende Menschen durch Österreich vom Osten in den Westen und machen über Nacht Station in diversen Flüchtlingsunterkünften: „Ich bin in Wels zu Hause. Derzeit sind zwei Hallen im Welser Messegelände für die Flüchtlinge umfunktioniert worden. Hunderte Feldbetten mit Decken wurden aufgestellt, um den Durchreisenden ein Nachtlager zu bieten. Auch mit Essen und Kleidung werden sie hier vor ihrer Weiterreise versorgt. Als Sammelstelle von „Weihnachten im Schuhkarton“ sieht unser diesjähriger Plan vor, dass wir jene Dinge, die wir aus zollrechtlichen Gründen aus den Schuhkartons nehmen müssen (z.B. gelatinehaltige Lebensmittel, Süßigkeiten mit zu kurzer Haltbarkeit, getragene Kleidung, gebrauchtes Spielzeug, ...) in separate Geschenkkartons verpacken und an die hiesigen Flüchtlingskinder geben werden. Die werden sich bestimmt sehr freuen! Für mich ist es besonders schön zu sehen, dass wir so auch in der Flüchtlingskrise einen Beitrag leisten können." 

 „Weihnachten im Schuhkarton“ verbindet – ob in Osteuropa, Deutschland oder Österreich, durch Päckchen, Menschen und ihre Nächstenliebe. Wir finden das großartig und möchten uns ganz herzlich bei euch bedanken!



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