Montag, 14. September 2015

„Ich werde das Leuchten in den Augen meiner Geschwister niemals vergessen“

Autorin: Jenifer Girke

Es ist wirklich erstaunlich, welche Geschichten sich hinter unseren Päckchenpacker verstecken, von denen wir leider nur einen Bruchteil mitbekommen. Vor ein paar Tagen sind wir über einen Facebook-Kommentar auf Sofia aufmerksam geworden, deren Geschichte wirklich erstaunlich ist. Sofia stammt aus Russland, wo sie in einem kleinen Dorf mit sechs Geschwistern und der alleinerziehenden Mutter aufgewachsen ist. Sie hatten kaum Geld und nicht einmal einen Kühlschrank oder fließendes Wasser im Haus: „Meine kleine Schwester war damals sehr krank wegen Unterernährung. Die Ärzte sagten nach ihrer Geburt, dass sie nicht überleben werde.“ Heute ist die Schwester 27 Jahre alt, gut ausgebildet und kerngesund.

Sofia mit ihrer kleinen Schwester auf dem Arm.

Viele der Kinder in Russland werden von ihren Eltern im Stich gelassen und sind den ärmlichen Bedingungen hilflos ausgesetzt. Sofia und ihre Geschwister hatten Glück, denn eine Frau aus Deutschland wollte benachteiligten Kindern in Russland helfen und wurde durch Sofias Gemeinde auf sie aufmerksam. Die Frau schickte ihnen ein großes Paket mit Süßigkeiten, Reis, Zucker, Tee und vielen weitere Lebensmittel, die sich die Familie niemals hätte leisten können: „Ich werde diese Freude, das Staunen und das Leuchten in den Augen meiner Geschwister niemals vergessen. “ Dieses Geschenk war mehr als nur ein Karton voller Hilfsgüter. – Es war ein Zeichen von Hoffnung, eine Geste der Nächstenliebe und vermittelte Sofia genau dieselbe Botschaft, die sie heute mit jedem ihrer Päckchen bei „Weihnachten im Schuhkarton“ vermittelt: „Ich konnte mich niemals bei dieser Frau bedanken. Deswegen tue ich heute das, was sie damals für uns getan hat.“ Sofia packt in diesem Jahr wieder drei Schuhkartons, in denen selbstgestrickte Kleidung nicht fehlen darf. Alles, was sie sonst noch strickt, spendet sie ebenfalls für einen guten Zweck; letztes und in diesem Jahr bereichert sie damit „Weihnachten im Schuhkarton“.

Sofia mit ihren Schwestern - das Auto gehörte nicht ihnen, aber es sah gut auf einem Foto aus. Die Familie hatten nicht einmal fließendes Wasser und hätten sich ein Auto niemals leisten können.

Die junge Russin ist mit ihrem ganzen Herzen bei der Aktion dabei: „Ich bin so froh, dass es Menschen gibt, die sich noch für diese zurückgebliebenen Kinder interessieren und dass Gott niemals ein Kind im Stich lassen würde, sondern immer das Beste für sie will.“ Was uns vor allem berührt, ist Sofias Wertschätzung demgegenüber, was wir mit „Weihnachten im Schuhkarton“ bewirken: „Ich liebe es, eure Fotos und Videos von diesen Kindern zu sehen; dieses Lächeln und Leuchten in den Augen. So können sie für einen Moment alles vergessen und sich einfach nur geliebt fühlen.“  

Heute strickt Sofia leidenschaftlich gerne und spendet ihre Meisterwerke für gemeinnützige Zwecke,
u.a. an "Weihnachten im Schuhkarton".


Sofia ist eine starke Frau, die selbst schon harte Zeiten mit vielen Entbehrungen durchgemacht hat. Sie war selbst in der Situation eines notleidenden Kindes und hat erfahren, welchen Unterschied ein einfacher Karton machen kann. Heute ist sie ein lebender Beweis für die Notwendigkeit und Wirksamkeit von Aktionen wie „Weihnachten im Schuhkarton“.

Liebe Sofia, wir sagen „Danke“ für deinen Mut und deine Offenheit, diese Geschichte mit uns zu teilen und wir sagen „Danke“ für deine Hingabe und deinen Glauben in unsere Aktion.

Ihr habt selbst auch so eine Geschichte zu erzählen? Dann schreibt uns an, z.B. über Facebook in Deutschland: https://www.facebook.com/WeihnachtenimSchuhkarton und in Österreich: https://www.facebook.com/Weihnachten.im.Schuhkarton.Oesterreich - Wir freuen uns auf eure Geschichten!


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