Freitag, 8. Mai 2015

Hoffnung für Nepal

Als Prakash seinen Schuhkarton die staubigen Straßen nach Hause trägt, hüpft er fast vor Aufregung. Der Sechsjährige mit den sanften dunklen Augen ist auf dem Weg zu seinen Eltern. Er will ihnen zeigen, welch wunderbares Geschenk er bekommen hat – einen Karton voller Spielzeug, Schulmaterialien, Hygieneartikel. Ein Päckchen voller Hoffnung. 

Zusammen mit seinen Eltern lebt Prakash in Nepal. „An dem Tag, als er den Schuhkarton bekommen hat, war er so glücklich“, erzählt seine Mutter. Von da an nahm er den Karton jeden Tag mit. Sogar während der Mahlzeiten hatte er ihn neben sich stehen. Das war im Jahr 2013. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Familie mit verschiedenen Schwierigkeiten zu kämpfen. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel und Unterstützung war die Lage angespannt. Oft ließ die Mutter Laxmi Nepali ihre Wut an Prakash aus. Aber die Freude ihres Sohnes über den Schuhkarton begann sie und die ganze Familie zu verändern. 


Laxmi Nepali fing an die Gemeinde zu besuchen, in dem ihr Sohn den Schuhkarton erhalten hatte. Dort lernte sie nach und nach, dass Gott sie liebt und sich um ihre Familie kümmert. Und diese Liebe veränderte sie – aus ihrer Wut und ihrer Anspannung wurden Mitgefühl und Liebe für ihre Familie. 



Jahr für Jahr werden Familien in Nepal durch einen einfachen Schuhkarton verändert. Auch 2014 wurden 39.643 Päckchen an Kinder in Not verteilt. Durch diese Geschenkpäckchen ist viel Gutes und viel Segen in das Land des Mount Everest gekommen.
Doch am 25. April 2015 wurde Nepal mit voller Wucht von einer Katastrophe unfassbaren Ausmaßes getroffen.  Das schwerste Erdbeben seit 8o Jahren mit einer Stärke von 7,8 forderte mehr als 7.557 Tote und 14.409 Verletzte und weit mehr als 160.000 zerstörte Häuser. 


Wie kann man begreifen, dass innerhalb weniger Momente das Leben von Kindern und Familien zerstört ist? Familien, die versuchen gemeinsam ihr Leben zu leben, füreinander da zu sein und als Familie zu wachsen. Dass die Zukunft einer Nation ebenso begraben ist, wie die tausenden Häuser und Hütten?

Was den Überlebenden jetzt fehlt sind vor allem Nahrungsmittel, Hygieneartikel und Notunterkünfte. Und sie brauchen Hoffnung. Hoffnung, dass sie nicht vergessen sind. Hoffnung, dass die Welt ihre Not sieht und handelt. Hoffnung, dass sich alles irgendwie wieder zum Guten wendet.


Dank der jahrelangen Schuhkartonverteilungen in Nepal und der Arbeit im humanitären Sektor arbeitet das Team unseres internationalen Partners Samaritan's Purse auf Hochtouren, um gemeinsam mit örtlichen christlichen Kirchen den Betroffenen der Erdbebenkatastrophe zu helfen. Inzwischen sind 37 Mitarbeiter von Samaritan’s Purse vor Ort im Einsatz, um die Nothilfe zu koordinieren und zusammen mit einheimischen Freiwilligen durchzuführen. Was sie dort bewirken ist nachzulesen auf dem Blog von Geschenke der Hoffnung.


Wenn ihr auch mithelfen wollt, dass diese Familien wieder Hoffnung finden und Kinder wie Prakash so unbeschwert über die Straße hüpfen können, dann spendet für die Arbeit in Nepal. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, dass diese Katastrophe zu einem Zeichen wird, dass die Welt füreinander einstehen kann und kein Mensch vergessen ist.

Spendet jetzt HIER!

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