Montag, 16. Dezember 2013

Geschenke für bedürftige Kinder

Regina (5) mit ihrem Schuhkarton (Foto: David Vogt)
Es ist schon dunkel, als wir am 15. Dezember in der slowakischen Stadt Medzev ankommen. Rund 40 Kinder warten im hiesigen Kulturzentrum auf uns. Die Jungen und Mädchen im Alter zwischen zwei und 14 Jahren kommen aus einem Kinderheim im benachbarten Ort Stos. Für sie ist heute ein ganz besonderer Tag, denn sie bekommen Geschenke von „Weihnachten im Schuhkarton“. Die Gemeinde unseres Reiseleiters Andrej Vasko hat ein ansprechendes Programm vorbereitet: Ein Clown weint, weil er seine rote Nase verloren hat. Seine Clownfreundin hilft ihn beim Suchen und findet sie schließlich. Nun ist der Clown wieder fröhlich. Die beiden lustigen Gesellen singen mit den Kindern ein Lied, es folgen ein paar kindgerechte Ausführungen zum Hintergrund von Weihnachten: der Geburt von Jesus Christus, der gekommen ist um alle „offenen Rechnungen“ zu bezahlen.
Die Kinder aus dem Kinderheim hören aufmerksam zu, besonders als es um das Thema Liebe geht. Weil Menschen aus Deutschland ein Herz für diese Kinder haben, bekommen sie heute Geschenke, wird ihnen erklärt. Viele der Jungen und Mädchen haben in ihren Familien wenig Liebe erlebt. Oft sitzen die Eltern im Gefängnis, weil sie aufgrund der Armut zu Dieben wurden. In anderen Fällen schritten die Behörden ein, weil die Lebensbedingungen der Kinder katastrophal waren. Neben den Schuhkartons, die übrigens aus Konstanz, Villingen-Schweningen, Bräunlingen und Heubach kommen, hat die Kirchengemeinde noch eine andere Überraschung vorbereitet: Jeder Jugendliche hat einem Kind einen persönlichen Brief geschrieben. Die Kinder können antworten – wenn sie wollen. So können neue Freundschaften entstehen. „Denn viele dieser Kinder haben keine Freunde“, so erzählt uns Andrej Vasko. Die Schuhkartons haben ihnen auf ganz besondere Weise gezeigt: Du bist nicht vergessen. Du bist wertgeschätzt und geliebt. Von anderen Menschen und von Gott.

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